Abagund (Grafschaft)
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| Herrschaft: | Cullyn ui Niamad |
| Residenz: | Burg Abagund |
| Region: | Abagund |
| Einwohner: | um 26.000 |
| Freie: | hoch |
| Familien: | Niamad |
| Truppen: | Havener Flussgarde |
| Besonderes: | Gundelwald |
| Lehen: | Grafenland Abagund, Crumold, Draustein, Niriansee, Orbatal, Otterntal, Traviarim |
| Städte: | Hanufer, Orbatal, Otterntal, Traviarim |
| Orte: | Draustein |
| Wege: | Großer Fluss, Reichsstraße 3, Reichslandstrasse nach Havena, Landstrasse Farindel-Windhag mit Fähre in Hanufer |
| Tempel: | Efferd (Hanufer) |
| Wappen: | Rote Heideblume auf Weiß auf Grün des Hochlandes |
Die Grafschaft Abagund war ehemals ein Teil der Grafschaft Bredenhag. Sie wurde im Albernia-Nordmarken-Konflikt (1027-1032) grob entsprechend herrschender Machtverhältnisse von der damaligen Königin Invher ni Bennain abgespalten und bildete lange Zeit das umkämpfte Grenzgebiet zwischen den verfeindeten Blöcken.
In der Grafschaft treffen einige der ältesten Familien Albernias, wie Crumold, Stepahan und Niriansee, auf die Herrschaft des scheinbar übermächtigen mittleren Hauses Niamad, welches seinen Einfluss kontinuierlich ausbaut. Dies führt vermehrt zu Spannungen; in jüngerer Zeit wurden gräfliche Entscheidungen dieser Art bereits offen als Vetternwirtschaft kritisiert. Mögen auch die Mitglieder des Hauses Niamad bisweilen unerhebliche unterschiedliche Anschauungen aufzeigen, so stehen sie altbewährt in ihrer sprichwörtlichen Verbundenheit zusammen. Dennoch müssen die Adligen des Abagund als uneins gelten, trotz bestehender und teils mächtiger bipolarer Verbindungen.
Die fehlende Geschlossenheit zeigte sich auch in den vergangenen Jahren des Krieges oder bewaffneten Widerstands: Graf Cullyn machte sich als Räubergraf einen Namen, das Opfer der Stepahan für Königin Invher ward legendär, der Nirianseer Baron Corvin verteidigte seine Wälder und den Süden Orbatals mit furchtbarster Effizienz, doch wahrlich gemeinsame Anstrengungen gab es keine; ein Scheitern, welches die Grafschaft Abagund dieser Tage ohne innere Kraft erscheinen lässt, fast schon geteilt zwischen jenen alten Häusern am Großen Fluss und den Niamad, die das Abagunder Hochland beherrschen.
Die Stärke der Grafschaft bzw. die Macht des Grafen ist noch durch einen weiteren Aspekt eingeschränkt: die ungewöhnlich deutliche Präsenz der provinzherrlichen Macht. Mit Hanufer, Orbatal, Otterntal und Traviarim existierende vier Städte, die ihre Rechte der Krone in Havena schulden, zusätzlich steht der Baron Niriansees direkt bei Fürstin Idra im Eid, womit sein Land für den Abagunder per se extra-territorial wird, was durch die Präsenz eines Banners der Havener Flussgarde noch verstärkt wird. Die oben genannten Städte wiederum kontrollieren einen großen Teil des Abagunder Handels, der somit ebenso dem Einfluss des Grafen entzogen ist. Trotz dessen - einige würden sagen deswegen - ist das Abagund eine wohlhabende Region: Das Land ist ertragreich, gerade Orbatal wird oft als Kornkammer Albernias angesehen, der Große Fluss erlaubt Fischfang und Handel, die wichtigsten Strassen Albernias durchqueren die Ländereien.
